Lesermeinung: Warum wird so verbissen gegen Heilmittel gekämpft?

Be­trifft: „Ver­kauf von Ar­te­mi­sia bleibt ver­bo­ten“ vom 3. De­zem­ber. 

Über die Er­eig­nis­se um Herrn Dr. Hans Mar­tin Hirt bin ich be­sorgt, hilf­los und wü­tend. Mehr als 20 Jah­re ken­ne ich Dr. Hirt. All mei­ne Kennt­nis­se über Heil­pflan­zen ver­dan­ke ich ihm. Wir wa­ren zu­sam­men zwei­mal in Eri­trea un­ter­wegs, um den Men­schen dort mit der Kennt­nis von Heil­pflan­zen zu die­nen. Dr. Hirt ist ein be­schei­de­ner und ge­nüg­sa­mer Mensch, der nie­mals ei­nen per­sön­li­chen Vor­teil aus sei­ner Tä­tig­keit zie­hen wür­de. Seit über 50 Jah­ren bin ich im Win­ter ne­ben mei­nem Be­ruf in Afri­ka un­ter­wegs.

Als ich 2004 in den Nu­ba­ber­gen im Zen­tral­su­dan war und in Kau­da ein Heil­pflan­zen-Se­mi­nar ge­hal­ten ha­be, wur­de mir ge­sagt, ein Teil­neh­mer ha­be Ma­la­ria. Er lag auf sei­nem Bett mit sehr ho­hem Fie­ber, ich ha­be über 40˚ ge­mes­sen. Ich ha­be ihm 1 Li­ter Ar­te­mi­sia-Tee zum Trin­ken ge­ge­ben und am nächs­ten Tag war er auf sei­nem Acker am Ar­bei­ten. Auf all mei­nen Rei­sen hat mich Ar­te­mi­sia be­glei­tet und vor Krank­hei­ten ge­schützt. Für mei­ne Tä­tig­kei­ten hat mir der da­ma­li­ge Bun­des­prä­si­dent Jo­han­nes Rau das Bun­des­ver­dienst­kreuz ver­lie­hen. Ich den­ke, dass Herr Dr. Hirt es zwei­mal ver­dient hat. 

Wir ken­nen ei­ni­ge Ärz­te, die ih­ren Pa­ti­en­ten Ar­te­mi­sia emp­feh­len. Zwei un­se­rer Kin­der sind Ärz­te und ein Sohn ist Bio-Che­mi­ker und sie neh­men re­gel­mä­ßig Ar­te­mi­sia ge­gen Er­käl­tun­gen. Es ist mir ein Rät­sel, war­um so ver­bis­sen ge­gen ein wirk­sa­mes Heil­mit­tel ge­kämpft wird.

 Klaus Strub, Nierstein